NISTHÖHLEN · HERBSTTIPP
Jetzt an die Nisthöhlen-Reinigung denken
Der Herbst ab Mitte September ist nach der Brutsaison die ideale Zeit, um Nisthöhlen zu kontrollieren und altes Nistmaterial zu entfernen. So sind sie für die nächste Brutsaison vorbereitet und bieten Vögeln, Bilchen und anderen Tieren auch im Winter einen geschützten Unterschlupf.
Herbst verpasst? Dann im Frühjahr reinigen. Wurde der Herbst als Reinigungstermin verpasst, sollte die Nisthöhle im späten Herbst und Winter nicht mehr geöffnet werden. Er kann in dieser Zeit von Vögeln, Bilchen und anderen Tieren als geschützter Unterschlupf genutzt werden. Die Reinigung kann dann Ende Februar oder Anfang März erfolgen – noch vor Beginn der neuen Brutsaison.
Warum reinigen?
In alten Nestern können sich Parasiten und Krankheitserreger ansammeln. Eine regelmäßige Reinigung schafft hygienische Bedingungen für die nächste Brut.
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Altes Nistmaterial sollte aus dem Kasten entfernt werden. Anschließend reicht es in der Regel aus, den Kasten gründlich auszukehren. Reinigungs- oder Desinfektionsmittel sind tabu. Bei sehr starker Verschmutzung oder einem Parasitenbefall kann die Höhle zusätzlich mit heißem Wasser ausgespült werden. Lassen Sie die Nisthöhle anschließend vor dem Aufhängen vollständig austrocknen.
Ein weiterer wichtiger Grund für die Reinigung: Vögel bauen für jede Brut ein neues Nest. Bei mehreren Bruten im Jahr können sich dadurch mehrere Nestlagen übereinander ansammeln. Das Nest rückt mit der Zeit immer näher an das Einflugloch heran. So können Fressfeinde leichter an Eier und Jungvögel gelangen.
Bei der Reinigung lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf den Kasten: Sitzt er noch sicher? Ist das Einflugloch frei? Sind Dach, Rückwand oder Aufhängung beschädigt? Kleine Reparaturen können jetzt erledigt werden, bevor im Frühjahr wieder die ersten Vögel nach geeigneten Nistplätzen suchen.

Schwegler-Nisthöhlen öffnen - so geht's
Wie lassen sich unsere Klassiker öffnen? Wir zeigen es Schritt für Schritt:
1. Verschluss lösen
Den silbernen Verschluss am unteren Ende der Vorderwand nach vorne biegen, bis er senkrecht steht.
2. Vorderwand nach oben schieben
Die Vorderwand etwa einen Zentimeter nach oben in den Kasten schieben.
3. Vorderwand herausnehmen
Das untere Ende der Vorderwand leicht anheben und anschließend nach unten aus dem Kasten herausnehmen.

AKTUELLES · HERBST
Igeln jetzt noch helfen
Der Herbst ist für Igel eine wichtige Zeit: Sie müssen sich genügend Fettreserven für den Winterschlaf anfressen und suchen geeignete Verstecke für die kalte Jahreszeit. Mit einem naturnahen Garten, sicheren Rückzugsorten und – wenn nötig – geeignetem Igelfutter können wir sie dabei unterstützen.
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- Laub und Reisig liegen lassen: Sie bieten wertvolle Verstecke und Winterschlafplätze.
- Igelkuppel anbieten: Ein geschützter, trockener Rückzugsort hilft bei der Vorbereitung auf den Winter.
- Geeignetes Futter anbieten: Vor allem geschwächte oder spät im Jahr aktive Igel können Unterstützung benötigen.
- Vorsicht bei Gartenarbeiten: Vor dem Umsetzen von Laub- oder Reisighaufen immer kontrollieren, ob sich ein Igel darin versteckt.
- Mähroboter nicht nachts laufen lassen: Gerade dann sind Igel unterwegs und können durch die Geräte schwer verletzt werden.

Herbst im Garten: Jetzt bitte nicht zu ordentlich!
Wenn im Herbst die Blätter fallen und Stauden verblühen, beginnt für viele Tiere eine wichtige Zeit. Was für uns vielleicht unordentlich aussieht, bietet Insekten, Igeln, Amphibien und anderen Gartenbewohnern wertvolle Nahrung, Verstecke und geschützte Plätze für den Winter.
Laub liegen lassen: Eine Schicht aus Laub schützt den Boden vor Kälte und bietet zahlreichen kleinen Tieren einen Unterschlupf. In einer ruhigen Gartenecke darf deshalb ruhig ein Laubhaufen entstehen. Auch Igel nutzen solche geschützten Bereiche gerne als Winterquartier.
Verblühtes stehen lassen: Abgeblühte Stauden und Pflanzenstängel müssen nicht sofort zurückgeschnitten werden. Ihre Samen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, während hohle Stängel und trockene Pflanzenteile von Insekten als Überwinterungsplatz genutzt werden.
Totholz und Reisig liegen lassen: Ein kleiner Haufen aus Ästen, Zweigen und Totholz schafft zusätzliche Verstecke. Käfer, Spinnen, Amphibien und andere Kleintiere finden hier Schutz und Nahrung.
Weniger Ordnung, mehr Leben: Wer im Herbst nicht alles aufräumt, schafft mit einfachen Mitteln wertvolle Lebensräume. Und im Frühjahr zeigt sich schnell, dass sich ein bisschen „Unordnung“ gelohnt hat.