22 Fledermausarten - wie lange noch?



Alle 22 Fledermausarten in Mitteleuropa sind ausnahmslos in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben bedroht!

Fledermäuse sind seit 1936 (in Deutschland) gesetzlich geschützt. Trotzdem sind heute alle Fledermausarten akut vom Aussterben bedroht. Teilweise sind diese an manchen Orten bereits ausgestorben. Gerade bei dieser Tiergruppe wird deutlich, dass der bloße gesetzliche Schutz keine Auswirkung hat wenn nicht gezielte großflächige Schutzkonzepte, verbunden mit Artenschutzprojekten, gestartet werden.

Fledermäuse sind zahlenmäßig die zweitgrößte Gruppe innerhalb der Säugetiere, aber als Einzige zum aktiven Flug befähigt. Fledermäuse sind keine fliegenden Mäuse. Sie führen den wissenschaftlichen Namen Chiroptera, d. h. Handflieger. Fledermäuse leben weltweit auf fast allen Kontinenten der Erde (bis auf die Antarktis). Es gibt 900 verschiedene Arten.

In Gesamtdeutschland konnten immerhin 22 und in Gesamteuropa 30 Fledermausarten nachgewiesen werden.

Fledermäuse besiedeln nicht nur Mauerwerke von Häusern, sondern auch ruhige, geräumige Dachstühle. Eine typische "Hausfledermaus" ist z.B. das Mausohr, eine "Baumfledermaus" wäre die Bechsteinfledermaus und ein Vertreter der "Waldfledermaus" ist der Große Abendsegler.
Fledermäuse sind sehr wärmeliebende Tiere. Deshalb befinden sich die Quartiere meistens nach Süden ausgerichtet. SCHWEGLER-Fledermaushöhlen sind deshalb auch schwarz gefärbt, da diese Farbe Wärmestrahlen besser aufnimmt.

Lichte, sonnige Stellen an Forstwegen, Windwurf- oder Kahlschlagsflächen, ruhige Alleen, größere Gärten, Friedhöfe u.v.m. eignen sich als Lebensraum zum Aufhängen von Fledermaushöhlen. Auf einen freien, ungehinderten Anflug ist zu achten. Eine gewisse Wassernähe an Seen und Bächen, erweisen sich stets als sehr positiv. Da Fledermäuse eine gewisse Neigung zu spontanen Quartierwechseln besitzen, sollten Fledermaushöhlen immer in
Gruppen von 3 bis 5 Höhlen in kleineren Abständen zueinander aufgehängt werden. Die beste Aufhängehöhe ist zwischen 3 bis 6 m.

Renovierungsarbeiten, Umbaumaßnahmen an Fledermausquartieren in Häusern oder auch das Reinigen von Fledermaushöhlen sollte nicht vor Anfang September durchgeführt werden. Denn erst ab diesem Zeitpunkt verlassen die meisten Fledermäuse ihre Sommerquartiere.

Fledermäuse reagieren bei weitem empfindlicher als Vögel. Auch hier gilt wie bei den Vogelnisthöhlen: einfaches Entfernen der Exkremente, kein Aussprühen. Am besten erfolgt die Reinigung mit unserem SCHWEGLER-Reinigungsgerät.

Fledermäuse spielen im Naturhaushalt eine äußerst wichtige Rolle. Neben Vögeln und Spinnen zählen Fledermäuse zu den wichtigsten Insektenvertilgern. Fledermäuse verlassen ihre Quartiere in der Dämmerung. Somit teilen sich u. a. Vögel und Fledermäuse sehr geschickt ihre Aufgaben. Vögel machen tagsüber und Fledermäuse nachts Jagd auf "Schadinsekten"!

"Schädlingsbekämpfung" gratis!



Fledermäuse übernehmen eine wichtige Funktion bei der biologischen "Schädlingsbekämpfung". Der Nahrungsbedarf von Fledermäusen ist sehr groß. Durch wissenschaftliche Untersuchungen weiß man, dass größere Fledermäuse im Verlauf eines Sommers bis zu einem Kilo Insekten vertilgen. Das entspricht immerhin einer Menge von einer halben Million Insekten. Nach den Untersuchungen des sowjetischen Zoologen Korskof heißt es, dass beispielsweise eine einzige Wasserfledermaus vom 15. Mai bis 15. Oktober ca. 60.000 Mücken vernichtet.