Flinke Kletterer brauchen Lebensräume

Eichhörnchen gehören zu den bekanntesten Bewohnern unserer Wälder und Gärten. Mit ihrem buschigen Schwanz, ihrer geschickten Kletterweise und ihrer Vorliebe für Nüsse sind sie leicht zu erkennen. Sie leben überwiegend in Bäumen und bewegen sich dort auf der Suche nach Nahrung, sicheren Rückzugsorten und geeigneten Plätzen für die Aufzucht ihrer Jungen.

Eichhörnchen bauen mehrere kugelförmige Nester, sogenannte Kobel. Sie nutzen diese als Schlaf- und Ruheplatz und ziehen darin auch ihre Jungen auf. Häufig besitzen sie mehrere Kobel und können je nach Situation zwischen verschiedenen Nestern wechseln. Natürliche Kobel entstehen beispielsweise in Astgabeln und Baumkronen und bestehen aus Zweigen, Laub und Moos.

Kleine Kletterkünstler, die unsere Natur bereichern.

Eichhörnchen gehören zu unseren vertrautesten Wildtieren und sind ein lebendiger Teil unserer heimischen Natur. Damit sie ausreichend Nahrung, Schutz und geeignete Rückzugsorte finden, brauchen sie vielfältige Lebensräume mit Bäumen und Gehölzen. Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, können geeignete Kobel zusätzlichen Schutz bieten.

Die Rolle der Eichhörnchen in der Natur

Die agilen Nagetiere übernehmen eine wichtige Funktion bei der Verbreitung von Baumsamen und Nüssen. Indem sie Nahrung in verschiedenen Gebieten sammeln und verstecken, tragen Eichhörnchen dazu bei, dass Pflanzensamen auf vielfältige Weise in der Umgebung verteilt werden.

Künstliche Kobel als zusätzliche Nisthilfe

Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, können unsere speziell entwickelte Eichhörnchenkobel zusätzliche Quartiere schaffen. Sie können als geschützter Ruheplatz und insbesondere für die Aufzucht der Jungen genutzt werden. Wichtig sind eine geeignete Bauweise, ein sicherer Standort und eine fachgerechte Montage in ausreichender Höhe.

Künstliche Kobel sollten dabei nicht als Ersatz für natürliche Lebensräume verstanden werden. Viel wichtiger ist es, alte Bäume und Gehölze möglichst zu erhalten und vielfältige Strukturen im Garten zu schaffen. Nisthilfen können dort sinnvoll ergänzen, wo natürliche Möglichkeiten begrenzt sind.

Zwei Kobel – unterschiedliche Bedürfnisse

Wir bietet zwei speziell entwickelte Eichhörnchenkobel an, die sich an der natürlichen Lebensweise der Tiere orientieren. Der Wurfkobel bietet einen geschützten Platz für die Jungenaufzucht, während der größere Aufzuchtkobel besonders viel Raum für Mutter und Jungtiere bietet. Beide Modelle verfügen über zwei Schlupflöcher und einen Balkon, der den jungen Eichhörnchen erste Kletterversuche ermöglicht.

Fundtiere. Wann braucht ein Eichhörnchen Hilfe?

Wenn ein Eichhörnchen nachweislich in Not ist (verletzt oder verwaist), darf es gesichert  und muss schnellstmöglich einer erfahrenen Stelle übergeben werden. Wir raten dringend von Selbstversuchen bei der Aufzucht der niedlichen Eichhörnchenkinder ab, da sie meistens schief gehen und von Gesetztes wegen zum Glück auch verboten sind. Sollten junge Eichhörnchen die Nähe von Menschen suchen, sind sie in Not und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, tollwütig. In Deutschland ist bislang kein einziger Fall von Tollwut bei einem Eichhörnchen bekannt. Seit 2008 gilt Deutschland laut RKI als frei von terrestrischer Tollwut.

Haben Sie ein verletztes oder offensichtlich hilfsbedürftiges Eichhörnchen gefunden, wenden Sie sich bitte umgehend an einen spezialisierten Verein, eine Auffangstation oder eine erfahrene Wildtierhilfe. Bitte versuchen Sie nicht, das Tier eigenständig zu versorgen oder aufzuziehen – gerade bei Jungtieren kann eine falsche Versorgung mehr schaden als helfen. Fachkundige Ansprechpartner können die Situation richtig einschätzen und die notwendigen Schritte einleiten.

Der Eichhörnchen Notruf e. V. ist deutschlandweit tätig:
Eichhörnchen-Notruf +49 700 20020012

Hinweis: Bei Anrufen können je nach Anbieter und Tarif unterschiedliche Kosten entstehen. Der Verein Eichhörnchen-Notruf e. V. erhält keinen Anteil an den Anrufgebühren.

Unsere neuesten Produktentwicklungen sind in enger Zusammenarbeit mit der Eichhörnchenhilfe Stuttgart entstanden. Die Prototypen wurden in der Auffangstation von Tanja Horak ausführlich getestet und auf Herz und Nieren geprüft – dafür sagen wir ganz herzlich Danke für die wertvolle Unterstützung und das fachliche Know-how!