Vielfalt beginnt im Kleinen
Produkte im Shop ansehen (öffnet in neuem Fenster)Insektenschutz - Lebensraum für kleine Helfer schaffen
Insekten sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ökosysteme. Solitär lebende Wildbienen und Schlupfwespen, Florfliegen, Ameisen, Hummeln und Hornissen übernehmen dabei ganz unterschiedliche Aufgaben – von der Bestäubung von Pflanzen bis zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen.
Damit diese Arten geeignete Bedingungen vorfinden, brauchen sie vielfältige Lebensräume mit ausreichend Nahrung, Rückzugsorten und geeigneten Strukturen für ihre Fortpflanzung. Naturnahe Gärten, blütenreiche Flächen, Totholz und andere strukturreiche Elemente können wichtige Lebensgrundlagen schaffen.
Mit speziell entwickelten SCHWEGLER-Nisthilfen und -Quartieren lassen sich solche natürlichen Strukturen sinnvoll ergänzen. Sie bieten unterschiedlichen Insektenarten geeignete Möglichkeiten zum Nisten, zur Entwicklung und als Rückzugsort. So kann gezielter Insektenschutz die Lebensbedingungen vieler Insektenarten verbessern.

Kleine Strukturen mit großer Bedeutung.
Insektennisthilfen schaffen wertvolle Strukturen für solitär lebende Bienen, Schlupfwespen, Ameisen, Spinnen und weitere Kleinstlebewesen. Sie ergänzen das natürliche Angebot an Nist- und Rückzugsmöglichkeiten und können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen.

Lebensräume für Wildbienen schaffen
Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern unserer heimischen Pflanzenwelt. In Deutschland gibt es mehrere hundert verschiedene Arten, die sich in Aussehen, Lebensweise und ihren Ansprüchen an den Lebensraum deutlich unterscheiden. Viele dieser Arten sind heute selten geworden oder in ihrem Bestand gefährdet.
Ein wesentlicher Grund dafür ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Versiegelte Flächen, eine artenärmere Pflanzenwelt und das Verschwinden natürlicher Strukturen führen dazu, dass sowohl das Nahrungsangebot als auch geeignete Plätze für die Fortpflanzung zunehmend fehlen.
Der Rückgang der Wildbienen betrifft dabei nicht nur die einzelnen Arten. Als Bestäuber sind sie eng mit zahlreichen Pflanzenarten verbunden und Teil eines komplexen ökologischen Gefüges. Veränderungen in ihren Beständen können sich deshalb auch auf andere Tiere und Pflanzen auswirken.
Umso wichtiger ist es, vorhandene Lebensräume zu erhalten und zusätzliche Strukturen zu schaffen. Ein vielfältiges Angebot an heimischen Blütenpflanzen, natürliche Nistplätze und geeignete Nisthilfen können dazu beitragen, die Lebensbedingungen für Wildbienen und andere solitär lebende Insekten zu verbessern.
Nicht alles, was angeboten wird, ist auch geeignet
Der Begriff „Insektenhotel“ klingt nach aktivem Naturschutz – doch längst nicht jedes angebotene Modell erfüllt diesen Anspruch. Viele handelsübliche Nisthilfen sind vor allem dekorativ gestaltet, während die tatsächlichen Bedürfnisse der Insekten kaum berücksichtigt werden.
Besonders häufig finden sich Materialien und Strukturen, die für die meisten solitär lebenden Wildbienen schlicht ungeeignet sind. Tannenzapfen, Rindenstücke, Stroh oder Holzwolle sehen zwar naturnah aus, bieten jedoch nur wenigen Insekten geeignete Nistmöglichkeiten. Auch unsauber verarbeitete Bohrungen können dazu führen, dass eine Nisthilfe nicht angenommen wird oder sich die Tiere beim Ein- und Ausfliegen verletzen.
Weniger ist oft mehr: Eine fachgerecht gefertigte Nisthilfe braucht keine Vielzahl unterschiedlicher Füllmaterialien. Entscheidend sind geeignete Niststrukturen, passende Durchmesser und Tiefen sowie sauber verarbeitete, witterungsbeständige Materialien.
Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Eine hochwertige Nisthilfe kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie trocken, stabil und möglichst sonnig angebracht wird und sich in der Umgebung ein ausreichendes Nahrungsangebot befindet.
Wer Insekten gezielt fördern möchte, sollte deshalb nicht nur auf das Aussehen einer Nisthilfe achten. Guter Insektenschutz beginnt dort, wo Gestaltung auf die tatsächlichen Lebensraumansprüche der Tiere abgestimmt ist.


Brummende Vielfalt – Hummeln entdecken und schützen
In Deutschland kommen zahlreiche Hummelarten vor. Einige sind weit verbreitet und lassen sich in Gärten, Parks und auf Wiesen regelmäßig beobachten, während andere deutlich seltener sind und spezielle Lebensräume benötigen.
Zu den häufiger anzutreffenden Arten gehören beispielsweise die Erdhummel, die Ackerhummel, die Steinhummel und die Wiesenhummel. Auch die Gartenhummel ist vielerorts zu beobachten. Je nach Region, Lebensraum und vorhandener Blütenvielfalt können weitere Arten hinzukommen.
Die verschiedenen Hummelarten lassen sich unter anderem anhand ihrer Färbung, Körpergröße und typischen Zeichnung unterscheiden. Allerdings sehen sich einige Arten sehr ähnlich, sodass eine sichere Bestimmung nicht immer allein anhand eines Fotos möglich ist. Auch Geschlecht und Alter können das Erscheinungsbild beeinflussen.
Wer Hummeln beobachten möchte, findet sie besonders an blütenreichen Standorten. Ein vielfältiges Angebot an heimischen Pflanzen bietet ihnen über einen möglichst langen Zeitraum Nahrung. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Neben den bekannten, auffällig gefärbten Hummeln sind auch kleinere und weniger auffällige Arten unterwegs.
Mit etwas Geduld lassen sich Hummeln gut im eigenen Garten, auf Wiesen oder an Wegrändern beobachten. Eine Bestimmungshilfe oder ein Artenführer kann dabei unterstützen, die verschiedenen Arten näher kennenzulernen und ihre Lebensweise besser zu verstehen.


Hornissen – wichtige Helfer im Ökosystem
Hornissen gehören zu den größten heimischen Wespenarten und erfüllen wichtige Aufgaben im Naturhaushalt. Als geschickte Jäger erbeuten sie zahlreiche Insekten und tragen damit zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen bei.
Für den Nestbau nutzen Hornissen bevorzugt geschützte Hohlräume, beispielsweise in alten Bäumen. Fehlen natürliche Nistplätze, können auch Hohlräume an Gebäuden genutzt werden. Dadurch entstehen mitunter Konflikte mit Menschen.
Hornissen sind grundsätzlich eher zurückhaltend und meiden außerhalb des Nestbereichs meist den Kontakt zum Menschen. Umso wichtiger ist ein sachlicher und respektvoller Umgang mit den Tieren.
Speziell entwickelte Hornissenkästen können dort zusätzliche Nistmöglichkeiten schaffen, wo natürliche Hohlräume fehlen. Zusammen mit strukturreichen Lebensräumen und einem ausreichenden Nahrungsangebot können sie einen Beitrag zum Schutz und Erhalt dieser faszinierenden Insekten leisten.
