Fledermausschutz

24 Fledermausarten – wie lange noch?

Alle 24 Fledermausarten in Mitteleuropa sind ausnahmslos in ihrem Bestand gefährdet und vom Aussterben bedroht!

Fledermäuse sind zahlenmäßig die zweitgrößte Gruppe innerhalb der Säugetiere, aber als Einzige zum aktiven Flug befähigt. Fledermäuse sind keine fliegenden Mäuse. Sie führen den wissenschaftlichen Namen Chiroptera, d.h. Handflieger. Fledermäuse leben weltweit auf fast allen ­Kontinenten der Erde; bis auf die Antarktis. Es gibt 900 verschiedene Arten. In Gesamtdeutschland konnten immerhin 24 und in Gesamteuropa 53 Fleder­mausarten nachgewiesen werden.

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In Gesamtdeutschland konnten immerhin 24 und in Gesamteuropa 53 Fledermausarten nachgewiesen werden.

Fledermäuse besiedeln nicht nur Mauerwerke von Häusern, sondern auch ruhige, geräumige Dachstühle. Eine typische “Hausfledermaus” ist z.B. das Mausohr, eine “Baumfledermaus” wäre die Bechsteinfledermaus und ein Vertreter der “Waldfledermaus” ist der Große Abendsegler. Fledermäuse sind sehr wärmeliebende Tiere. Deshalb befinden sich die Quartiere meistens nach Süden ausgerichtet. SCHWEGLER-Fledermaushöhlen sind deshalb auch schwarz gefärbt, da diese Farbe Wärmestrahlen besser aufnimmt.

Lichte, sonnige Stellen an Forstwegen, Windwurf- oder Kahlschlagsflächen, ruhige Alleen, größere Gärten, Friedhöfe u.v.m. eignen sich als Lebensraum zum Aufhängen von Fledermaushöhlen. Auf einen freien, ungehinderten Anflug ist zu achten. Eine gewisse Wassernähe an Seen und Bächen, erweisen sich stets als sehr positiv. Da Fledermäuse eine gewisse Neigung zu spontanen Quartierwechseln besitzen, sollten Fledermaushöhlen immer in Gruppen von 3 bis 5 Höhlen in kleineren Abständen zueinander aufgehängt werden. Die beste Aufhängehöhe ist zwischen 3 bis 6 m.

Renovierungsarbeiten, Umbaumaßnahmen an Fledermausquartieren in Häusern oder auch das Reinigen von Fledermaushöhlen sollte nicht vor Anfang September durchgeführt werden. Denn erst ab diesem Zeitpunkt verlassen die meisten Fledermäuse ihre Sommerquartiere.

Fledermäuse reagieren bei weitem empfindlicher als Vögel. Auch hier gilt wie bei den Vogelnisthöhlen: einfaches Entfernen der Exkremente, kein Aussprühen. Am besten erfolgt die Reinigung mit unserem SCHWEGLER-Reinigungsgerät.

Fledermäuse spielen im Naturhaushalt eine äußerst wichtige Rolle. Neben Vögeln und Spinnen zählen Fledermäuse zu den wichtigsten Insektenvertilgern. Fledermäuse verlassen ihre Quartiere in der Dämmerung. Somit teilen sich u. a. Vögel und Fledermäuse sehr geschickt ihre Aufgaben. Vögel machen tagsüber und Fledermäuse nachts Jagd auf “Schadinsekten”!

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Modellschlüssel zum Aufhängen von Fledermaushöhlen. Schädlingsbekämpfung gratis!

„Schädlingsbekämpfung“ gratis!

Fledermäuse übernehmen eine wichtige Funktion bei der biologischen „Schädlingsbekämpfung“. Der Nahrungsbedarf von Fledermäusen ist sehr groß. Durch wissenschaftliche Untersuchungen weiß man, dass größere Fledermäuse im Verlauf eines Sommers bis zu einem Kilo Insekten vertilgen. Das entspricht immerhin einer Menge von einer halben Million Insekten. Nach den Untersuchungen des sowjetischen Zoologen Korskof heißt es, dass beispielsweise eine einzige Wasserfledermaus vom 15. Mai bis 15. Oktober ca. 60.000 Mücken vernichtet.

Die rechts angegebene empfohlene Verteilung ist ein grober Anhaltspunkt,­ z.B. bei Beginn von Fledermaus-Schutzprojekten, wenn sonstige Erkenntnisse oder Empfehlungen fehlen. Örtliche und klimatische Unterschiede, aber auch geografische Verbreitungsschwerpunkte diverser Arten werden den Schlüssel in der Praxis meist recht stark beeinflussen. Er sollte daher den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort immer individuell angeglichen werden.

Nach ca. drei bis vier Jahren kann dann erkannt werden, welcher Höhlentyp am besten für die jeweils heimischen Fledermausarten geeignet ist. Dieses kann regional sehr unterschiedlich sein.

Verteilungsbeispiel: Stückzahlangabe bei einem ca. 15% Fledermaushöhlenanteil in Verbindung mit Vogelnisthöhlen auf einer Fläche von ca. 10 ha.

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* ggf. zur Unterstützung von Kleinfledermäusen

Fledermäuse in und an Gebäuden

Fledermäuse haben unsere Siedlungen und Bauwerke längst erfolgreich erobert. Als meist unauffällige Untermieter finden wir sie oftmals in Dachstühlen, Industriehallen, Autobahnbrücken, hinter Wandverkleidungen und auch Kellern. Wichtig ist dabei stets der freie Zugang von außen in die Quartiere. Genau dieser Zugang wird aber durch die mittlerweile zwingenden Gebäudesanierungen im Zuge der Energiesparverordnung baulich verschlossen oder bei Neubauten schon alles so „dicht“ gebaut, dass die Tiere keine geeigneten Unterkünfte mehr finden.

Typische gebäudebewohnende Fledermausarten sind z.B. Zwerg- und Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus oder Fransenfledermaus. Um vorhandene Hangplätze zu erhalten oder bei Neu- und Ersatzbauten von Beginn an Quartiere anzubieten, entwickelt SCHWEGLER seit mehr als 30 Jahren Fledermausquartiere zum An- und Einbau in Gebäude. Es gibt es viele clevere und optisch ansprechende Lösungen, dabei legen wir neben der tiergerechten Konzeption auch ein großes Augenmerk auf die bautechnische fachgerechte Ausführung. Hier bietet Holzbeton mit seinen überragenden Eigenschaften die mit Abstand beste Lösung. So ist ein jahrzehntelanger Erfolg ohne Folgekosten gewährleistet, was die Akzeptanz bei Bauherren, Planern und Handwerkern stark erhöht, und letztlich eine nachhaltige Naturschutzmaßnahme sicherstellt.

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Allgemeine Information zu Fledermaushöhlen

Bei geschlossenen Fledermaushöhlen ist es generell empfehlenswert, eine Kontrolle und Reinigung mindestens ein- bis zweimal im Jahr durchzuführen. Jedoch sollte in den Monaten Mai bis Ende Juli ein Öffnen der Sommer- und Winterquartiere vermieden werden um eventuelle Wochenstuben nicht zu stören. In den Monaten November bis April sollten Winterfledermaushöhlen (z.B. 1FW) nicht geöffnet werden, um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf aufzuschrecken, sowie ein Auskühlen der Höhle zu vermeiden. Bitte beachten Sie ggf. die gesetzlichen Bestimmungen.